Inzwischen nähert sich das Semester dem Ende. Nach Weihnachten bleiben nur noch zwei Wochen Vorlesungszeit, in denen in einigen Fächern vor allem Übungen auf dem Plan stehen. Doch damit ist das Semester natürlich noch lange nicht vorbei. Danach beginnt der Prüfungszeitraum – und der hat es im Studiengang DSKI durchaus in sich, zumindest wenn man noch Auflagen zu erfüllen hat und mehrere Wahlpflichtfächer ins Programm genommen hat..
Neben klassischen Klausuren gibt es hier eine ganze Reihe weiterer Prüfungsformen: benotete Abgaben, Praxisberichte und Testate. Diese Mischung sorgt für Abwechslung, verlangt aber auch eine gute Organisation und kontinuierliches Dranbleiben.

Abgaben zwischen Technik und Business
Abgaben sind (bisher) meist Programmieraufgaben, die allein oder in kleinen Gruppen bearbeitet werden. Davon habe ich in den vergangenen Monaten bereits eine ganze Reihe abgeschlossen – mit aus meiner Sicht durchaus erfreulichen Ergebnissen.
So ging es unter anderem um das Training neuronaler Netze für verschiedene Anwendungsfälle und Technologien. In einer kleinen Gruppe haben wir außerdem eine App entwickelt, die Preise für Airbnb-Angebote prognostiziert.
Neben diesen eher technischen Aufgaben gibt es aber auch Arbeiten mit stärkerem Business-Fokus. Auf Basis eines Ausschnitts des Dunnhumby-Datensatzes haben wir etwa den Erfolg unterschiedlicher Marketingaktionen im Einzelhandel analysiert. Für die Präsentation habe ich mich dafür intensiver mit Tableau beschäftigt – der Salesforce-Variante von Power BI. Ein mächtiges Werkzeug, das allerdings auch seine kleineren und größeren Tücken hat. Wenn es ein Daste gewesen wäre, hätte ich wohl gesagt: „War schön, dass wir uns kennengelernt haben.“
Gearbeitet wird bei den Abgaben in wechselnden Gruppenzusammensetzungen. Das ist einerseits eine gute Gelegenheit, die Kommilitonys besser kennenzulernen, und andererseits, unterschiedliche Stärken sinnvoll zu kombinieren. Besonders angenehm empfinde ich dabei die sehr wohlwollende Atmosphäre: Es ist deutlich mehr Miteinander als Gegeneinander.
Testate – und die Realität der Prüfungssituation
Neben den Abgaben gibt es aber auch noch andere Prüfungsformen. Ein erstes Testat habe ich inzwischen hinter mir – leider mit eher durchwachsenem Gefühl. Auch wenn mir eigentlich klar hätte sein müssen, was auf mich zukommt, war ich am Ende nicht optimal vorbereitet.
Im Testat arbeiten wir an den Rechnern der Hochschule in einer stark eingeschränkten Umgebung: ein Aufgabenblatt, eine Programmierumgebung – sonst nichts. Kein Internet, keine KI (wenig überraschend), aber vor allem auch keine der vielen kleinen Helferlein, die man sich in der eigenen Entwicklungsumgebung angewöhnt hat.
Im Studium arbeite ich aktuell mit mehreren Programmiersprachen und Umgebungen, vor allem Python mit Pandas und R. Mein Fokus lag bislang stark auf Python, weil das für viele Abgaben notwendig war. Statistik und R sind dabei offenbar etwas zu kurz gekommen.
In der Vorbereitung auf das Testat habe ich zwar die Vorlesungsinhalte durchgearbeitet und auch die Übungsaufgaben in R erneut gerechnet. Im Testat selbst wurden dann jedoch sehr konkrete Aufgaben mit wenig Kontext gestellt, deren Ergebnisse direkt in R zu berechnen waren. Da ich R noch nicht wirklich „in den Fingern“ habe, kam ich schon bei den ersten Aufgaben ins Straucheln und brauchte deutlich länger als vorgesehen. Mit zunehmender Nervosität blieb am Ende rund die Hälfte der Aufgaben unbearbeitet. Auch wenn das Ergebnis noch aussteht, dürfte es eher ernüchternd sein.
Blick nach vorn
Im neuen Jahr folgen in kurzer Abfolge weitere Abgaben, ein weiteres Testat und direkt nach der Vorlesungszeit mehrere Klausuren. Über die Feiertage wird es daher einiges nachzuholen geben. Ganz oben auf der Liste stehen Statistik, R und Pandas – und dazwischen wollen auch die restlichen Abgaben fertiggestellt werden.
Ich hoffe, dass ich im neuen Jahr deutlich sicherer in Testate und Klausuren gehen kann. Der Stoff ist da – jetzt geht es darum, ihn auch unter Prüfungsbedingungen abrufen zu können.
